Deutschland hat uns. Wir wollen dich treffen!

Nachdem die Lufthansa uns grandios im Stich gelassen hat und wir statt geplanten 5 Stunden etwa 20 Stunden nach Dresden gebraucht haben, sind wir dann doch vor 4 Wochen in Dresden angekommen.

Wir freuen uns drauf euch, in unserer Zeit in Deutschland zu treffen. Ganz egal ob spontan, mal in der Kirche oder von langer Hand geplant. Viele von euch haben wir ja auch schon getroffen. Manches mussten wir leider auch wegen kranken Kindern absagen. Aber so ist das wenn man sich in ein andere „Keimregion“ begibt.

Triff uns

  • (diesen) Sonntag 11.8.: 10:30 sind wir im Gottesdienst bei ZealChurch im Kurländer Palais um von unserer Arbeit zu erzählen
  • Sonntag 1.9. Nachmittags (Details müssen wir noch klären)

Weil es leider nicht möglich ist, jeden von euch einzeln zu treffen wollen wir gerne alle die Lust haben, am 1.9. Nachmittags treffen.
Dann haben wir noch eine reichliche Woche bis wir wieder nach Athen zurück fliegen.
Vermutlich wird es ein Treffen unter freiem Himmel an der Elbwiese oder irgendwas ähnliches. Das schicken wir in der Woche vorher nochmal rum.

Alternativ kannst du uns auch anschreibe und wir gucken wann und wo wir uns mal treffen.
Schreib uns einfach hier über das Kontaktformular, oder per Instagram oder über irgend einen anderen Kanal den du kennst.

Am Montag (12.8.) starten wir dann auf unser „Deutschlandtournee“ um Freunde und Unterstützer außerhalb von Dresden zu besuchen, aber auch bei unserer Missionsorganisation Forum Wiedenest vorbeizugucken.

Ein Telefonat …

… so Beispielhaft wie ungewöhnlich.

Katha fährt mit einer Kollegin zu einem Einsatz in der Nähe eines Flüchtlingscamps. Kaum sind sie da, klingelt das Telefon der Kollegin und eine Geflüchtete ruft aus Deutschland an, weil Sie ein medizinisches Problem hat. Sie würde gern die Aufnahmen eines MRT’s aus der Praxis mitnehmen.

Es entspinnt sich ein angeregtes Gespräch zwischen der Geflüchteten und der Kollegin auf Farsi. Zwischendrin spricht Katha auf Deutsch mit der Mitarbeiterin der Praxis auf Deutsch. Und alles zusammen wir dann auf Englisch zwischen Katha und der Kollegin ausgetauscht um wieder in beide Richtungen auf Farsi und Deutsch zu kommunizieren. So geht das ein paar Minuten bis alles geklärt ist.

4 Menschen, 3 Sprachen, 2 Länder mit einem medizinischen Problem.

Dieses „Durcheinander“ ist nicht täglich, aber irgendwie trotzdem Beispielhaft dafür wie unsere Arbeit hier immer wieder aussieht.

Es entstehen Beziehungen zu Geflüchteten. Meist reisen die Geflüchteten weiter und greifen dann aus Deutschland oder anderen Ländern auf ihre Kontakte aus Griechenland zurück, wenn Beziehungen entstanden sind. Oder Geflüchtete haben den Kontakt (so wie in diesem Fall) weitergegeben. Und weil es eine Beziehung von jemand anderem zu „dieser Telefonnummer“ gibt, ist Vertrauen und Hoffnung da, das trotz der großen Entfernung geholfen werden kann. Umso besser Geflüchtete integriert sind, um so weniger brauchen sie diese Unterstützung aus der Ferne.

Und so klingelt, gerade bei den Leuten die schon länger hier sind immer mal wieder das Telefon und „alte Bekannte“ melden sich und bitten um praktische Hilfe. In den Jahren 2015 bis 2021/2022 saßen die Geflüchteten teils mehrere Jahre in den Camps fest. Da haben sich intensive Beziehungen entwickelt. Heute sind die meisten nur ein paar Monate in Griechenland, was den Beziehungsaufbau echt erschwert. Und trotzdem entstehen Verbindungen die hin und wieder zu einem Anruf führen.

Für uns als Team ist das auch immer wieder schön zu sehen wohin es Leute verschlagen hat und wie es Ihnen jetzt geht. Schließlich ist man ein Stück des Weges zusammen unterwegs gewesen.

Zu sehen wie Menschen in ihrem Zielland ankommen, Freiheit von Verfolgung genießen können und der ein oder andere Same, der in Griechenland gesät wurde, aufgeht, das Motiviert immer wieder neu, in Beziehungen zu Investieren und Menschen nicht nur mit Kleidung und Essen zu helfen.